Pressearbeit für Unternehmen, über die es Geschichten zu erzählen gibt.
In deinem Unternehmen passieren Dinge, die Redaktionen interessieren. Ihr erzählt sie nur niemandem. Ich finde diese Geschichten, schreibe sie auf und bringe sie in die Presse – kontinuierlich. Das Ergebnis: Wer euch googelt, findet unabhängige Artikel statt nur Eigenwerbung.
- Ich war auf der anderen Seite. Als Journalist weiß ich, was Redaktionen drucken und was sie löschen.
- Keine Buzzword-Pressemitteilungen. Texte, die eine Redaktion übernehmen kann.
- Dranbleiben statt Einmal-Aktion. Sichtbarkeit entsteht durch Wiederholung.
Warum über deinen Wettbewerber geschrieben wird. Und über dich nicht.
Nicht weil die Geschichte deines Wettbewerbers besser ist. Sondern weil sie jemand erkannt, aufgeschrieben und an die richtige Adresse geschickt hat. Und das immer wieder.
Keine Themen erkannt
Für dich ist es Alltag. Für eine Redaktion wäre es eine Geschichte – wenn sie jemand erkennt und aufschreibt.
Keine Redaktionskontakte
Pressemitteilungen an info@-Adressen landen im Papierkorb. Redaktionen nehmen Themen von Leuten an, deren Absender sie kennen.
Keine Zeit, dranzubleiben
Presse ist kein Projekt, sondern ein Rhythmus. Genau daran scheitert es intern.
So entsteht Pressearbeit, die gedruckt wird
- 1Verteiler aufbauen
Bevor der erste Text entsteht, baue ich euren Presseverteiler: die Fachtitel eurer Branche und die Medien, die eure Kunden lesen. Sortiert nach Zielgruppe, damit später jedes Thema an die passenden Redaktionen geht statt an alle.
- 2Themen finden
Ich schaue mir dein Unternehmen an und finde die Geschichten, die dir selbst nicht mehr auffallen – weil sie für dich Alltag sind.
- 3Schreiben
Ich schreibe das Thema so auf, wie eine Redaktion es drucken würde. Keine Pressemitteilung im Buzzword-Deutsch.
- 4Platzieren
Ich schicke den Text gezielt an die Redaktionen aus eurem Verteiler, zu denen das Thema passt – nicht an eine info@-Adresse, die niemand liest.
- 5Dranbleiben
Eine Geschichte reicht nicht für dauerhafte Sichtbarkeit. Ich halte den Rhythmus, damit regelmäßig etwas über dich erscheint.
Eine einzelne Pressemitteilung bringt vielleicht einen Artikel. Sichtbarkeit entsteht durch Wiederholung – und zwar aus einem konkreten Grund: Redaktionen nehmen Themen von Absendern an, die sie kennen und einschätzen können. Genau dieses Vertrauen entsteht erst über den Rhythmus. In der Praxis heißt das rund acht bis zehn Themen im Jahr und eine kurze monatliche Abstimmung von etwa einer Stunde, in der ihr mit mir die nächsten Themen festlegt. Deshalb ist das hier keine einmalige Aktion, sondern eine laufende Zusammenarbeit.
Was die laufende Zusammenarbeit umfasst
Pressearbeit funktioniert nicht mit einem einzelnen Text. Das hier sind die Bausteine, die ich Monat für Monat übernehme.
Themenplan
Ich lege mit dir fest, welche Themen in den kommenden Monaten zu Geschichten werden können. Du weißt jederzeit, was als Nächstes an eine Redaktion geht.
Pressemitteilungen
Ich schreibe die Meldung so, wie eine Redaktion sie übernehmen würde – klar, faktenbasiert, ohne Werbedeutsch. Dein Thema landet beim Empfänger, nicht im Papierkorb.
Fachbeiträge & Gastartikel
Zwei bis drei Seiten in einem Fachmagazin, in denen du als Experte auftrittst statt als Anzeigenkunde. Der Abdruck selbst kostet nichts: Anders als bei einer Anzeige bezahlst du das Schreiben und Platzieren, nicht die Veröffentlichung.
Presseverteiler & Versand
Ich baue euren Verteiler aus Fachtiteln und Medien eurer Kundenzielgruppen auf und pflege ihn weiter. Versendet wird digital und bei wichtigen Meldungen zusätzlich gedruckt – eine E-Mail ist schnell weggeklickt, eine Presseinfo auf dem Schreibtisch landet beim Redakteur. Auf Wunsch richte ich eure Presse-Adresse ein und übernehme den Versand komplett.
Interview-Vorbereitung
Meldet sich eine Redaktion für ein Interview, bereite ich dich auf die wahrscheinlichen Fragen vor und schärfe mit dir die Kernaussagen. Du gehst vorbereitet ins Gespräch statt überrumpelt.
Bild- & Materialberatung
Ich sage dir, welche Fotos und Unterlagen eine Redaktion für deinen Beitrag braucht – und welche sie sicher nicht nimmt. Das spart dir Zeit und Nacharbeit.
Wo meine Texte erschienen sind
Kein Musterkatalog, sondern echte Veröffentlichungen – zuletzt zwei Seiten über den neuen Deichmann-Campus. Dazu Fachmedien aus Bau, IT und Event, zwei davon mit meinem Namen in der Zeile.
Eine Auswahl. Sieben davon unten im Detail – jeden Beitrag kannst du hier komplett lesen.
„Die Gebäudehülle des neuen Zentralgebäudes auf dem Deichmann Campus in Essen besticht durch Transparenz und klare Linien.“
Zwei Seiten über die Fassadenplanung eines Ingenieurbüros aus Neuss – redaktioneller Fachbeitrag, keine Anzeige. Wer das Büro danach googelt, findet die Arbeit an einem Konzernneubau in der Fachpresse beschrieben.
Vom Journalisten geschrieben.
Ich habe selbst in einer Redaktion gesessen und entschieden, welche Pressemitteilung es in die Zeitung schafft und welche im Papierkorb landet. Deine schreibe ich so, dass sie zur ersten Sorte gehört.
- Journalist statt PR-Berater. Ich weiß aus eigener Redaktionserfahrung, was eine Geschichte wird und was Werbetext bleibt.
- Eine Person, kein Team-Karussell. Von der ersten E-Mail bis zur veröffentlichten Geschichte sprichst du mit mir – niemand sonst.
- Themen-Tiefe statt Textbaukasten. Ob Bau, Technik, SaaS oder Events – ich arbeite mich so weit in dein Thema ein, dass ich es einer Redaktion selbst erklären könnte.
- Klartext statt Kundenpflege. Ich sage dir auch, wenn ein Thema keine Geschichte ist.
– Vincent Effertz, schreibwertig
Was du vor dem ersten Gespräch wissen willst
Ehrliche Antworten auf die Fragen, die vor einer Zusammenarbeit fast immer aufkommen – ohne Preisschild, aber mit Substanz.
Was kostet Pressearbeit?
Eine Pauschale gibt es nicht, einen Anhaltspunkt schon: Laufende Pressearbeit heißt in der Praxis rund acht bis zehn Themen im Jahr plus eine kurze monatliche Abstimmung von etwa einer Stunde. Was das kostet, hängt davon ab, wie viele Formate dazukommen (Meldung, Fachbeitrag, Interview-Vorbereitung) und wie viel Recherche ein Thema verlangt. Wichtig für die Rechnung: Der Abdruck selbst kostet nichts. Anders als bei einer Anzeige bezahlst du das Schreiben und Platzieren, nicht die Veröffentlichung. Eine einzelne Pressemitteilung verkaufe ich nicht – Sichtbarkeit entsteht über Monate, nicht über einen Text. Konkrete Zahlen bekommst du im Gespräch, sobald ich weiß, welche Themen du hast.
Bringt eine einzelne Pressemitteilung überhaupt noch etwas?
Eine einzelne Pressemitteilung kann funktionieren, wenn der Anlass stark genug ist – eine echte Neuigkeit, eine belastbare Zahl, ein Termin mit Nachrichtenwert. Häufiger passiert aber das Gegenteil: Die Meldung geht an einen langen Verteiler, niemand kennt den Absender, und sie verschwindet im Posteingang einer Redaktion, die täglich Dutzende ähnliche Mails bekommt. Wirklich etwas bringt eine Mitteilung erst, wenn jemand sie liest, einordnen kann und weiß, dass noch mehr kommt – eine einzelne Aktion wirkt selten so stark wie eine, die Teil einer laufenden Präsenz ist. Realistisch gesagt: Eine Mitteilung kann ein Anfang sein, aber sie ersetzt keine kontinuierliche Pressearbeit.
Wie lange dauert es, bis Pressearbeit wirkt?
Ehrlich: nicht Tage, sondern Monate. Bis ein Thema überhaupt bei der richtigen Redaktion landet, dauert es oft schon einige Wochen – Redaktionen planen Ausgaben und Themen im Voraus, und nicht jede Anfrage passt sofort in den aktuellen Bedarf. Bis daraus eine sichtbare Wirkung wird – regelmäßige Erwähnungen, ein Bekanntheitseffekt, Anfragen, die auf einen Beitrag zurückgehen – rechne realistisch mit mehreren Monaten laufender Arbeit, nicht mit dem ersten Beitrag. Erfahrungsgemäß bist du nach etwa sechs bis neun Monaten in den Köpfen der Redaktionen verankert – als verlässlicher Absender, dessen Themen eine Redaktion kennt und einordnen kann. Wer schnelle Ergebnisse binnen einer Woche erwartet, wird von Pressearbeit enttäuscht – dafür ist Werbung das passendere Mittel.
Für wen lohnt sich Pressearbeit nicht?
Wenn in deinem Unternehmen aktuell wenig passiert, das eine Geschichte ergibt – keine Projekte mit Substanz, keine Haltung, keine Zahlen, die du zeigen dürftest, und niemand, der ein Interview geben will oder kann – dann ist Pressearbeit gerade das falsche Werkzeug. Ohne diesen Rohstoff kann ich noch so gut schreiben, es entsteht trotzdem keine Geschichte, die eine Redaktion drucken will. In diesem Fall würde ich eher raten, zuerst Substanz und Material aufzubauen, bevor Geld in Pressearbeit fließt. Sobald sich das ändert, sieht die Sache anders aus.
In welchen Medien landen die Themen?
Das hängt stark vom Thema und deiner Branche ab, aber typischerweise sind es Fachmedien und Branchenportale, die genau deine Zielgruppe lesen, Regionalmedien, wenn der Bezug zum Standort stimmt, Wirtschaftsmedien bei unternehmerisch relevanten Themen und zunehmend auch Online-Portale und Newsletter, die schneller reagieren als gedruckte Titel. Ich verspreche dabei keine konkreten Titel oder Reichweiten im Voraus – welche Redaktion anspringt, entscheidet am Ende die Redaktion, nicht ich. Was ich versprechen kann: dass ich das Thema so aufbereite und an die Stellen schicke, wo es inhaltlich am ehesten passt, statt es breit und unpersönlich an einen gekauften Massenverteiler zu schicken.
Was habe ich von einem Artikel, außer dem Artikel selbst?
Eine Veröffentlichung ist mehr wert als der Tag, an dem sie erscheint. Einen erschienenen Beitrag kannst du über deine eigenen Kanäle weiterverwenden: auf LinkedIn und in Social Media, wo unabhängige Berichterstattung anders wirkt als Eigenwerbung, oder als Sonderdruck in der Pressemappe – auf Messen, im Vertrieb, beim nächsten Kundentermin. So arbeitet ein einzelner Artikel über Monate weiter, statt nach dem Erscheinungstag zu verschwinden. Welche Beiträge sich dafür eignen und wie du sie einsetzt, bespreche ich mit dir.
Bereit, dass über dich geschrieben wird?
Du hast die Geschichte, ich weiß, wie sie zur Redaktion kommt – und von da zu euren künftigen Kunden. Ruf direkt an oder schreib mir kurz, worum es geht – ich antworte persönlich.
effertz@schreibwertig.deDrei Systeme für ein Ziel
Die Gebäudehülle des neuen Zentralgebäudes auf dem Deichmann Campus in Essen besticht durch Transparenz und klare Linien. Realisiert wurde sie mit einer Element- und einer Pfosten-Riegel-Fassade sowie einer großflächigen Glasdachkonstruktion.
Mit der Erweiterung seines Campus reagiert der Marktführer im europäischen Schuheinzelhandel auf den gestiegenen Flächen- und Kommunikationsbedarf und schafft zusätzliche Büro- und Kommunikationsflächen für rund 1.500 Mitarbeitende. Bei dem fünfgeschossigen Atriumgebäude setzte man auf eine differenzierte Fassadenkonstruktion mit hohem Glasanteil. Dabei verbindet die Gebäudehülle die Idee einer transparenten, lichtdurchlässigen Architektur mit den bauphysikalischen Anforderungen eines energieeffizienten Verwaltungsgebäudes.
Rund 2.000 m² Elementfassade, etwa 1.200 m² Pfosten-Riegel-Fassade sowie ein großformatiges Glasdach – der Neubau vereint gleich drei unterschiedliche Fassadenkonstruktionen in einem Gebäude, jeweils abgestimmt auf Nutzung, Gebäudebereich und architektonische Wirkung. Für die Fassadenplanung wurde das unabhängige Ingenieurbüro für Fassadentechnik AMP aus Neuss eingebunden. Ziel der Planung war es, den architektonischen Entwurf konstruktiv, bauphysikalisch und wirtschaftlich in Einklang zu bringen. Gefertigt und montiert wurden die beiden Fassaden-Varianten sowie die Blechverkleidungen und das Glasdach von der FKN Group aus dem baden-württembergischen Neuenstein.
Der erstellte Neubau soll für Modernität und Internationalität stehen und eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Die Gebäudehülle ist dabei Teil eines ganzheitlichen Energie- und Nachhaltigkeitskonzepts und wurde unter Berücksichtigung ressourcenschonender Materialien entwickelt. Gleichzeitig übernimmt die Fassade eine integrale Funktion innerhalb der Gebäudeklimatisierung und trägt maßgeblich zur energetischen Leistungsfähigkeit des Bauwerks bei. Eine Realisierung der Schallschutzklasse 3 mit 36 dB und 39 dB in Bezug auf den Schallschutz gegen Außenlärm, sorgt für die erforderliche ruhige Arbeitsatmosphäre.
Transparente Pfosten-Riegel-Konstruktion in Sockelzone
Das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss des Gebäudes wurden mit einer zweigeschossigen Pfosten-Riegel-Fassade (Ucw Gesamtelement ≤ 0,8 W/m²K) aus dem Schüco Aluminiumsystem FWS 60 in Widerstandsklasse RC2 als Vorhangfassade verkleidet. Die Konstruktion umfasst unter anderem raumhohe bodentiefe Dreifach-Verglasungen mit Sonnen- und Wärmeschutzfunktion (g-Wert 0,26) mit Türanlagen sowie Glaslamellen und Nachströmöffnungen und kommt ohne zusätzliche Sonnenschutzvorrichtungen aus. Darüber hinaus wurde ein Blendschutz installiert. Der Haupteingang besteht aus einem in die Pfosten-Riegel-Fassade integrierten Windfang mit Schiebetüranlagen. Auch die Kantine ist über eine Pfosten-Riegel-Fassade im selben Stil an den Baukörper angebunden.
Individualisierte Elementfassade für Bürogeschosse
Die Bürogeschosse (2. bis 4. OG) wurden mit einer Aluminium-Elementfassade, basierend auf thermisch getrennten Fenstersystemprofilen des Typs AWS 90 von Schüco mit 90 mm Bautiefe inklusive außen angepressten Kammern zur Aufnahme der horizontalen und senkrechten Lisenenstruktur versehen. Das Fassadenraster beträgt rund 1,50 Meter in der Breite und etwa 3,40 Meter in der Höhe. Die Elemente bestehen überwiegend aus bodentiefer und raumhoher Dreifach-Isolierverglasung (g-Wert von 0,55) mit absturzsichernden Eigenschaften. Ergänzt werden die Elemente durch ein opakes schmales Brüstungsfeld mit einer schmalen Lüftungsklappe als Drehflügel bzw. als Komfortflügel für den Nutzer. Mit Ucw ≤ 0,9 W/m²K erzielt die Gesamtfassade eine sehr gute Dämmleistung. Eine äußere, schienengeführte Lamellen-Raffstoreanlage mit elektrischem Antrieb sorgt für zuverlässigen Sonnenschutz und innenliegende Rollos für Blendschutz.
Die Wahl der Elementfassade erwies sich insbesondere aufgrund der Länge des Gebäudes als sinnvoll.
Elementfassaden kommen typischerweise bei Hochhäusern zum Einsatz. Durch die Gebäudelänge ergibt sich hier jedoch eine vergleichbare Systemlogik – im Grunde wie bei einem liegenden Hochhaus.
Andre Mertens, verantwortlicher Projektleiter bei AMP
Die werkseitige Vorfertigung der Fassadenelemente sorgt für eine hohe Maßgenauigkeit und kurze Montagezeiten. So konnte die Gebäudehülle frühzeitig geschlossen werden, was den weiteren Bauablauf im Innenraum erleichterte.
Großformatiges Atrium mit Glasdach
Ein großes Atrium bildet das räumliche Zentrum des Gebäudes. Es wird über ein großformatiges Glasdach (Ucw ≤ 1,5 W/m²K) belichtet, das rund 45 Meter lang und etwa 8 Meter breit ist. Zum Einsatz kam hier eine thermisch getrennte Aluminium-Aufsatzkonstruktion des Typs Therm+ SI 36 von Raico, die auf eine Stahlrohrgrundkonstruktion montiert wurde. Die Dreifach-Isolierverglasung mit Sonnen- und Wärmeschutzfunktion (g-Wert 0,26) folgt einem Raster von etwa 1,50 x 4 Metern und besteht aus Festverglasungen mit integrierten Lüftungsflügeln, die an den Längsseiten im Wechsel angeordnet sind. Dach und Giebelfassaden bilden damit ein abgestimmtes System aus Tageslichtversorgung und natürlicher Lüftung. Dabei regeln außenliegende Gegenzugmarkisen den solaren Wärmeeintrag automatisch. Über die öffenbaren Fassaden und Dachelemente wird eine effektive Nachtauskühlung gewährleistet: Die kühlere Außenluft kann über die Lüftungsöffnungen einströmen und über das Atriumdach wieder abgeführt werden. Zur Wartung und Reinigung wurde auf dem Dach eine Außenbefahranlage installiert, die schienengeführt entlang des Dachrandes die Elementfassade abfahren kann. Die Anlage wurde im Zuge der Fassadenplanung abgestimmt, um die Instandhaltung der Gebäudehülle langfristig sicherzustellen.
Integrierter Sonnen- und Taubenschutz
Eine besondere Herausforderung bei der Umsetzung des Architekturentwurfs entstand im Bereich der prägenden, äußeren Aluminiumlisenen und Blechverkleidungen der Elementfassade. Denn horizontale oder flach geneigte Vorsprünge können an Fassaden unerwünschte Aufenthaltsflächen für Tauben bilden und zu Verschmutzungen führen. Gleichzeitig sollte der Sonnenschutz in einem in die Elementfassade integrierten Kasten möglichst unauffällig in die Fassadenstruktur eingebunden werden. Die konstruktive Lösung entwickelte AMP hier in Form einer etwa 45 Grad geneigten Aluminiumblende vor der Fassadenebene.
Die abfallende Blende integriert den Raffstore-Kasten in die Fassadenlinie, kaschiert den Kopplungsbereich zweier Fassadenelemente und verhindert gleichzeitig horizontale Sitz- und Nistflächen für Tauben. Damit bleibt das Fassadendesign des Entwurfs optisch komplett erhalten, ganz ohne zusätzliche Taubenschutzsysteme einsetzen zu müssen.
Dipl.-Ing. Frank Wigger, Geschäftsführer bei AMP
Fassadenplanung und Qualitätssicherung
Die Fassadenplanung begleitete das Ingenieurbüro AMP von der Entwurfsphase bis zur Ausführung. Neben der konstruktiven Entwicklung der unterschiedlichen Fassadensysteme – Elementfassade, Pfosten-Riegel-Fassade und Atriumdach – zählten die Abstimmung der technischen Schnittstellen sowie die Prüfung der Werk- und Montageplanung zu den Aufgaben der Fassadeningenieure. Darüber hinaus übernahm AMP während der Bauphase die stichprobenartige fachtechnische Qualitätssicherung der Fassadenarbeiten vor Ort.
Gerade die Kombination mehrerer Fassadensysteme bei einem Gebäude mit hohem Glasanteil erfordert eine präzise Abstimmung zwischen Architektur, Fachplanung und Ausführung. Beim Neubau des Deichmann-Campus gelang es, drei unterschiedliche Fassadenkonstruktionen zu einer technisch stimmigen und dauerhaft funktionalen Gebäudehülle zusammenzuführen.
Erschienen in Gebäudehülle.net, Ausgabe 7/8 2026, Seiten 20–21 (Verlagsanstalt Handwerk, Düsseldorf). Fotos: © AMP. Geschrieben habe ich den Beitrag für die AMP Ingenieurgesellschaft – gedruckt steht keine Autorenzeile darunter, das ist bei Anwenderberichten so üblich.
Die Kombination von Element- und Pfosten-Riegel-Fassade sorgt beim Deichmann-Neubau nicht nur für viel Transparenz, sie brachte laut Ingenieurbüro AMP auch Vorteile bei der Erstellung des Gebäudes.Hochfahrbare Module in Stahlkonstruktion: Schutz vor Hochwasser am Rhein
Die Rheinpromenade in Rastatt-Plittersdorf an der Grenze zu Frankreich ist neu gestaltet worden, um die Ausflugsregion attraktiver zu machen. Zentraler Bestandteil ist ein multifunktionaler Besucherpavillon aus Stahl, dessen integrierte Module bei Hochwasser hydraulisch angehoben werden können.
Als architektonischer Höhepunkt an der Rheinpromenade in Rastatt wird künftig die sogenannte „Plittersdorfer Welle“ stehen. Unter einem wellenförmigen Dach verfügt die moderne Stahlkonstruktion über drei Module, in denen ein Kiosk, ein Lagerraum, öffentliche Toiletten sowie Infotafeln zu finden sind. Zudem dient das Bauwerk als wettergeschützter Buswartebereich und Akkuaufladestation für E-Bikes. Die Besonderheit: Die Raummodule können zum Schutz gegen Rheinhochwasser mittels motorbetriebenem Spindelhubwerk auf 1,5 m oberhalb des Geländes hochgefahren werden.
Stahlskelett statt konventioneller Bauweise
Die Idee des Architekten, den Kiosk und die Sanitäranlagen bei Hochwasser anzuheben, erforderte eine besonders stabile Konstruktion der Räume. Die Wahl fiel auf Raummodule in Stahlskelettbauweise. Im Vergleich zu konventionellen Bauten bieten sie einen tragfähigen Körper, der statisch die Lasten aufnehmen kann. So können die rund 4 t schweren Räume an vier Befestigungspunkten problemlos hochgezogen werden. Mit der aus dem Bühnenbau adaptierten Technik lassen sich die Stahlmodule innerhalb von 90 Sekunden auf ihre Maximalhöhe hochfahren, so der Errichter.
Einbau von der Seite statt per Kran von oben
Hersteller der Raummodule ist das Unternehmen deumoba, das die Module bereits schlüsselfertig anlieferte.
Neben den üblichen Anschlüssen und der Ausstattung der Sanitärmodule musste für die Warmküche im Kiosk auch viel Elektrotechnik auf engstem Raum verbaut werden. Hinzu kam ein komplexer Einbau vor Ort.
Roland-Armin Risse, Geschäftsführer von deumoba
Durch den speziellen wellenförmigen Dachaufbau konnten die Module nicht wie üblich per Kran von oben eingesetzt werden, sondern mussten seitlich unter der Konstruktion eingebracht werden. Mit einem Spezialkran konnte diese Herausforderung jedoch präzise gemeistert werden, so das Unternehmen.
Die grenzüberschreitende Umgestaltung der Rheinpromenade in Rastatt-Plittersdorf wird finanziell gefördert durch das Interreg-Programm, eine Gemeinschaftsinitiative des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Damit bringt die Europäische Union laut eigener Aussage die Zusammenarbeit von Städten und Regionen innerhalb ihrer Mitgliedsstaaten voran.
Erschienen in der Allgemeinen Bauzeitung, Ausgabe 49/2023, Seite 21 (Rubrik Bauen mit Stahl), sowie online. Foto: deumoba. Verfasst von mir für die deumoba GmbH. Beitrag bei der Allgemeinen Bauzeitung ansehen
Wertige Flüchtlingsunterkunft für Familien
Die Unterbringung von Flüchtlingen stellt Städte und Kommunen noch immer vor große Herausforderungen.
Angesichts steigender Flüchtlingszahlen durch Konflikte, Naturkatastrophen und andere Krisen müssen effiziente, nachhaltige und kostengünstige Lösungen für die Unterbringung gefunden werden. Dabei sollen die Unterkünfte trotzdem wohnlich sein und Geflüchteten sowie ihren Familien ein behagliches Zuhause bieten. Eine innovative Lösung wird gerade im Kreis Soest umgesetzt: eine kleine individuelle Flüchtlingsunterkunft für Familien, die sich baulich ideal in die Umgebung eingliedert.
Überbelegt, beengt, laut und ohne Rückzugsraum, mit baufälligen sanitären Anlagen – solche Bedingungen sind leider für viele Geflüchtete in Massenunterkünften, temporären Containern und Notlösungen alltäglich. Hinzu kommt, dass niemand eine solche Unterbringung in unmittelbarer Nähe seines Wohnortes haben möchte. Das führt oft zur Planung solcher Einrichtungen in Stadtrandgebieten – symbolisch wie geografisch „am Rand der Gesellschaft“. Im Raum Soest verfolgt man jedoch eine alternative städtebauliche Strategie, die auf die Integration von Geflüchteten in städtische Wohngebiete ausgerichtet ist. Dabei ist die Bauweise der Flüchtlingsunterkunft entscheidend – sowohl für die Erfüllung der Ansprüche als auch die schnelle Umsetzung innerhalb weniger Monate.
Bauliche Anforderungen an moderne Unterkünfte
Nachdem der Auftrag kurz vor Weihnachten 2023 erteilt wurde, startete zu Beginn des Jahres 2024 die Planung für das innovative Wohnprojekt. Es sollte ein Gebäude mit rund 200 Quadratmetern entstehen, das Raum für die angemessene Unterbringung von drei bis vier Familien bietet. Dazu war ein möglichst flexibles Raumkonzept wichtig, um die Wohneinheiten für unterschiedlich große Familien nutzbar zu machen. Moderne, gut ausgestattete Aufenthalts- und Ruheräume, Dusch- und Waschräume sowie Küchen und Essbereiche sind in solchen Unterkünften ohnehin von essenzieller Bedeutung. Genauso muss das Gebäude höchsten Sicherheitsstandards entsprechen, einschließlich Brandschutz und Einbruchsschutz. Auch der städtebauliche Aspekt stand bei der Planung der Unterkunft im Fokus: Das Gebäude sollte sich nahtlos in das über Jahre gewachsene Ortsbild einfügen, um sowohl eine höhere Akzeptanz bei den Nachbarn als auch ein menschenwürdiges Wohnen zu gewährleisten.
Wohnliche Unterkunft in Modulbauweise
Die angemessene Lösung zur Realisierung der neuen Flüchtlingsunterkunft war ein Gebäude in Modulbauweise. Als Gewinner der Ausschreibung wurde die Firma Deumoba mit Sitz in Ense – einem der führenden Anbieter im Modulbausektor – mit der Planung und Umsetzung beauftragt. Obwohl die bauseitigen Vorbereitungen durch die witterungsbedingte Verzögerung bei der Erstellung des Baugrundgutachtens aufgehalten wurden, konnte das Team von Deumoba schon kurze Zeit nach der Auftragsvergabe mit der Planung und Umsetzung beginnen. Denn die Raummodule werden im Werk von deumoba vorgefertigt und als schlüsselfertige Raumeinheit mit bereits eingebauten Wänden, Decken, Fenstern, Türen sowie technischer Ausstattung angeliefert. Vor Ort lassen sich die einzelnen Module per Kranhub praktisch installieren und direkt anschließen. So ermöglichen der hohe Vorfertigungsgrad sowie der schnelle Aufbau der Module vor Ort eine Verkürzung der Bauzeit um mehr als 50 % im Vergleich zum konventionellen Bauen. Dabei bieten Raummodule zahlreiche Möglichkeiten für ihre Gestaltung und Ausstattung sowie höchste Flexibilität bei An-, Rück- und Umbau – ideal also für die Realisierung der neuen Flüchtlingsunterkunft.
Moderne Ausstattung – gemütliche Zimmer
Die Anlage ist jetzt zu 90 % fertiggestellt und bei uns eingelagert, weil die bauseitigen Vorbereitungen, also die Fundamente und Erschließung, witterungsbedingt noch ausstehen. Die Anlieferung und Montage der Raummodule soll Anfang März erfolgen. Erfahrungsgemäß können wir die Module innerhalb weniger Tage vor Ort platzieren und installieren. So ist die schlüsselfertige Unterkunft schnell einsatzbereit, ganz ohne Großbaustelle vor Ort.
Roland-Armin Risse, Geschäftsführer von Deumoba
Die finale Fertigstellung der Unterkunft ist Ende März 2024 geplant. Dann verfügt die Unterkunft insgesamt über sechs Wohnräume, eine große Doppelküche, zwei räumlich getrennte WCs sowie einen Duschbereich mit drei Duscheinheiten. In den Küchen ist eine Intervallsteuerung für die Herde installiert, sodass vergessenes Ausstellen nicht zur Brandgefahr wird. Um den Anforderungen an die Flexibilität der Unterkunft zu genügen, sind Verbindungstüren mit hohem Schallschutz zwischen den Wohneinheiten eingebaut. Ähnlich wie in Hotelzimmern können die Räume schnell und unkompliziert an die jeweilige Personenanzahl angepasst werden.
Modulbau: Nachhaltigkeit und Vielfalt kombiniert
Die Modulbauweise unterscheidet sich faktisch deutlich von der konventionellen Bauweise: etwa durch ihre kürzere Bauzeit, geringeren Kosten und elementare Flexibilität. Doch bei der Ausstattung bietet die Modulbauweise eine nahezu gleiche Vielfalt in puncto Materialien, Design und Energieeffizienz.
Die Raummodule der Flüchtlingsunterkunft verfügen genauso über eine fortgeschrittene Wärmedämmung und ein effizientes Belüftungssystem wie über eine moderne Putzfassade und gemütliche Innenräume.
Roland-Armin Risse, Geschäftsführer von Deumoba
Es wird deutlich: Ob Flüchtlingsunterkunft oder auch andere Gebäude wie Büros, Schulen oder Arztpraxen – der Modulbau bietet der Baubranche eine kostengünstige Alternative, die ökonomische wie ökologische Faktoren vereint. Das macht Modulgebäude von Anbietern wie deumoba zu attraktiven Optionen im Städtebau – und schafft Zuversicht für schnelle effiziente Baulösungen in der Zukunft.
Erschienen im Baugewerbe-Magazin, Ausgabe 3/2024, Seiten 14–15 (Rubrik Bau / Mauerwerksbau). Fotos: deumoba. Verfasst von mir für die deumoba GmbH.
Die Lösung zur Realisierung der neuen Flüchtlingsunterkunft war ein Gebäude in Modulbauweise.Modulbau: OGS-Bedarf ist groß – Schulgebäude in nur drei Monaten realisiert
In ganz Deutschland fehlen Betreuungsplätze im Offenen Ganztag. Die Schule Burg Hackenbroich in Dormagen hat jetzt reagiert und neue Räume für die Betreuung im Offenen Ganztag errichten lassen. Der kurzfristige Bau des neuen OGS-Gebäudes konnte in Form von Raummodulen realisiert werden.
Rund 160 Kinder nehmen am Angebot der OGS der Grundschule Burg in Dormagen teil, Tendenz steigend. Um auch in Zukunft genügend OGS-Plätze anzubieten, wurde jetzt ein neues Gebäude errichtet. Die schnellste und kostengünstige Lösung für den OGS-Neubau waren Raummodule der Firma deumoba – ohne dabei im Vergleich zum konventionellen Bau auf Komfort und Qualität zu verzichten.
Innerhalb von drei Monaten wurden fünf Raummodule vorgefertigt, transportiert, aufgestellt und angeschlossen. Die Module sind flächendeckend mit einer hocheffizienten Luft-Luft-Wärmepumpe sowie mit Klimageräten ausgestattet. Zudem wurde auf dem Dach des Modulgebäudes eine PV-Anlage zur Versorgung des Gebäudes installiert – mit der Möglichkeit zur Einspeisung ins Stromnetz. Unter anderem wurden noch eine automatische Hygienespülung sowie eine tageslichtabhängige, halbautomatische Lichtsteuerung verbaut.
Als besonderes optisches Merkmal ziert hochqualitatives Echtholz aus sibirischer Lärche die Fassade, die zusätzlich mit einer speziellen Lasur veredelt wurde. Im Innenraum ist eine Akustikdecke verbaut, die Fenster und Türen sind aus Aluminium und mit hochwärmedämmender 3-fach-ISO-Verglasung ausgestattet. So verbindet die neue OGS in Modulbauweise ressourcenschonendes Bauen mit energiesparenden Lösungen im laufenden Betrieb.
Enge Baustelle, geschützter Baumbestand
Neben der kurzen Bauzeit gab es weitere Herausforderungen beim Aufbau der Module vor Ort: Die geplante Baufläche war nur schwer zugänglich, da zwischen der Straße und dem Baufeld ein schützenswerter Altbaumbestand steht. Zudem konnte der direkt an das Baufeld angrenzende Fußweg nur kurzzeitig für die Baumaßnahme gesperrt werden, da hier eine hohe Frequentierung stattfindet. Und weil im umliegenden Gebiet kein Warten im Verkehrsraum möglich war, war ein reibungsloser Ablauf der Lkw bei der Anlieferung zwingend notwendig.
Auf Basis einer Entwurfsplanung hat deumoba die Detailplanung des gesamten Projekts erfolgreich übernommen – von der TGA-Planung über die Ausführungsplanung bis zur Fassadenplanung. Auch die Verkranung und den Anschluss vor Ort hat deumoba federführend koordiniert und verantwortet.
Erschienen bei Kommunal Direkt (Artikel-ID KD2402037), April 2024. Verfasst von mir für die deumoba GmbH. Beitrag bei Kommunal Direkt ansehen
Künstliche Intelligenz in der Prozessoptimierung
Künstliche Intelligenz spielt zunehmend eine zentrale Rolle für die Optimierung von Geschäftsprozessen. Besonders im IT-Service-Management eröffnet KI neue Möglichkeiten, Abläufe effizienter und flexibler zu gestalten.
Künstliche Intelligenz prägt zunehmend die Geschäftswelt und wird zum entscheidenden Faktor für Effizienzsteigerungen und Prozessoptimierungen. Die Einsatzmöglichkeiten von KI sind dabei vielfältig – von der Automatisierung alltäglicher Aufgaben bis zur Unterstützung komplexer Herausforderungen. Für Unternehmen ist KI nicht nur eine technologische Weiterentwicklung, sondern ein strategisches Instrument, das langfristige Wettbewerbsvorteile ermöglicht.
Die Möglichkeit, wiederkehrende Aufgaben durch KI zu automatisieren, bedeutet neben der zum Teil enormen Zeitersparnis eine erhebliche Steigerung der Effizienz. Besonders in Bereichen wie dem IT-Service-Management (ITSM) beziehungsweise dem Enterprise-Service-Management (ESM) hat die Prozessautomatisierung durch KI das Potenzial, Prozesse zu verschlanken und flexibler zu gestalten.
KI als Schlüsseltechnologie
ITSM-Lösungen waren lange auf starre, manuell gesteuerte Abläufe angewiesen. Künstliche Intelligenz hat diese Landschaft verändert. Heute bieten KI-gestützte Tools die Möglichkeit, Prozesse flexibler und schneller zu gestalten. Ein konkretes Beispiel für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im IT-Service-Management ist Jira Service Management (JSM): Mit der Integration von KI-Funktionen durch Atlassian Intelligence wird herkömmliches Service-, Incident- und Problem-Management in JSM noch effizienter. Die Lösung beinhaltet eine Reihe an KI-gestützten Funktionen, die in der gesamten firmeneigenen Cloud verfügbar sind – etwa in Jira, JSM und Co. Dazu werden interne sowie von OpenAI entwickelte künstliche Intelligenz genutzt.
Die KI-gesteuerten Automatisierungen ermöglichen Priorisierung von Anfragen, das automatische Routing von Tickets und das proaktive Erkennen von Störungen, bevor sie kritische Auswirkungen haben. Genauso helfen KI-unterstützte Kollaborationsplattformen wie Confluence Unternehmen dabei, die Kommunikation effizienter zu gestalten und projektübergreifende Abläufe zu vereinfachen.
Ob beim Brainstorming, Zusammenfassen von Inhalten, Automatisieren von Aufgabenverteilungen: KI-Assistenten können die Arbeit von Teams in nahezu allen Bereichen optimieren. Dabei darf der Einsatz von KI jedoch nicht isoliert betrachtet werden. Denn auch wenn Atlassian Intelligence in der gesamten Cloud verfügbar ist, muss die jeweilige Instanz auf die Geschäftsprozesse angepasst sein.
Treiber der KI-Entwicklung
Die Implementierung von KI erfordert neben der technischen Basis vor allem Expertise in der Konfiguration und Anpassung von Lösungen. Spezialisierte Partner, die in der Implementierung von KI-gestützten Tools erfahren sind, spielen hierbei eine Schlüsselrolle. Christopher Mohr, Managing Consultant Jodocus GmbH, setzt sich täglich mit diesen Herausforderungen auseinander und sieht den dringenden Handlungsbedarf bei vielen Unternehmen als Chance.
Unternehmen, die frühzeitig auf KI-Technologien setzen, steigern die Effizienz ihrer Geschäftsprozesse und sichern sich gleichzeitig langfristige Wettbewerbsvorteile.
Christopher Mohr, Jodocus – Now Part of Eficode
Das Unternehmen ist als Atlassian Solution Partner ausgewiesener Produktexperte und unterstützt Unternehmen unter anderem bei der Produktkonfiguration, Anpassung von Lösungen und der Implementierung der Tools sowie beim Lizenzmanagement. Seit der Einführung Ende 2023 hat sich das Hamburger IT-Unternehmen nochmal verstärkt auf KI-Lösungen spezialisiert und das auch in seiner strategischen Ausrichtung forciert.
Fokus auf KI
IT-Unternehmen sind meist Taktgeber beim technischen Fortschritt, müssen sich dafür aber auch ständig an moderne Lösungen und Trends anpassen – oder diese selbst setzen. Als Platinum Partner hat die Jodocus GmbH verschiedene Spezialisierungen im Atlassian-Umfeld erreicht und seine Expertise in drei klar definierten Business-Lines aufgebaut: ITSM/ESM für die Optimierung und Automatisierung von Service-Management-Prozessen, Cloud und Cloud Migration für die Migration und Optimierung von Cloud-Infrastrukturen sowie Collaboration für die Verbesserung von Zusammenarbeit und Workflows.
Die drei Bereiche decken die wesentlichen Anforderungen für die Optimierung von IT-Infrastrukturen und Geschäftsprozessen ab. Um jedoch den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden, wurde über die bestehenden Business-Lines hinaus eine übergeordnete Focus-Line für KI eingeführt.
Wir nutzen die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz innerhalb des Atlassian-Ökosystems, setzen aber gleichermaßen auf zusätzliche KI-Tools, um neue Effizienzniveaus für unsere Kunden zu erreichen.
Jan Szczepanski, Head of Marketing bei der Jodocus GmbH
Damit zeigen sich die IT-Spezialisten als flexible Partner für technologische Entwicklungen, um Herausforderungen von Unternehmen individuell zu bewältigen. „KI-basierte Prozessoptimierung ist nicht nur eine technologische Neuerung – sie verändert grundlegend, wie Unternehmen ihre Abläufe steuern können und müssen“, fasst Szczepanski zusammen.
Erschienen bei it-daily.net am 13. November 2024, mit meinem Namen in der Autorenzeile. Geschrieben für die Jodocus GmbH (heute Teil von Eficode). Beitrag bei it-daily.net ansehen
Nachhaltiger Bühnenbau – Konzepte für die Zukunft
Nachhaltigkeit und dekorativer Bühnenbau – zwei Themen, die oft im Konflikt stehen. Das Kölner Unternehmen Stageventure zeigt, wie beides Hand in Hand gehen kann, und präsentiert damit ein Erfolgsmodell, das auch für andere Veranstaltungen beispielhaft sein kann.
Nachhaltigkeit ist längst kein reines Umweltthema mehr, sondern ein zentrales Kriterium für moderne Veranstaltungsorganisation. Besonders kommunale Kulturevents stehen dabei im Fokus: Sie ziehen nicht nur hohe Besucher*innenzahlen an, sondern tragen auch gesellschaftliche Verantwortung. Doch wie lässt sich nachhaltiger Anspruch mit der oft aufwendigen Bühnengestaltung vereinbaren? Anhand der Erfahrungen des Kölner Unternehmens Stageventure, das Bühnen aller Art designt, produziert und koordiniert, wird deutlich, wie Veranstalter*innen ökonomische und ökologische Vorteile realisieren können.
Flexible Bühnen: wiederverwendbar und individuell
Bei großen Events wie Festivals oder Stadtfesten stehen Bühnen oft nur für wenige Tage, bevor sie wieder abgebaut werden. Das klingt zunächst nach großem Materialaufwand – und einer erheblichen Menge an un- oder wenig genutztem Material, das im Anschluss entsorgt wird. Doch präzise geplante modulare Bühnenkonstruktionen bieten eine ideale Lösung: Elemente wie Panels können neu bemalt oder dekoriert und in verschiedenen Kontexten eingesetzt werden. So ergeben sich für Veranstalter*innen weitreichende Gestaltungsmöglichkeiten – ohne dafür neue Materialien verbrauchen zu müssen. Genauso können bereits entworfene und erprobte Aufbauten wiederverwendet werden. Diese Herangehensweise spart nicht nur Ressourcen, sondern reduziert auch Abfälle erheblich.
Ein gut durchdachtes, nachhaltiges Konzept kann langfristig sowohl materielle als auch wirtschaftliche Ressourcen für Veranstalter*innen sparen.
Simon Rodenkirchen, Geschäftsführer von Stageventure
Das junge Unternehmen aus der Festivalbranche hat schon nachhaltige Bühnen für namhafte Festivals wie das Open Beatz und das Electrisize Festival realisiert. Doch auch bei städtischen Veranstaltungen lassen sich kreativer und nachhaltiger Bühnenbau kombinieren, wie in den letzten zwei Jahren die Bühnen von Stageventure bei der Kieler Woche zeigen.
Kieler Woche mit nachhaltigem Bühnenbau
Die Kieler Woche ist Europas größtes Segelevent, Norddeutschlands größtes Sommerfest und zieht jährlich mehr als drei Millionen Besucher*innen an. Neben Segelregatten und kulturellen Highlights bildet die Hauptbühne am Rathausplatz das zentrale Element des Events. Stageventure – von der Stadt Kiel als Dekobauer für diese beauftragt – setzte auf ein nachhaltiges Konzept mit themenspezifischer Deko: Wellenförmige Elemente verströmten einen maritimen Charme, kombiniert mit moderner Licht- und Veranstaltungstechnik. Entscheidend für das nachhaltige Konzept war die Wiederverwendung hölzerner Bühnenelemente. Bereits gebaute und bewährte Elemente wurden mit neuen Dekorationselementen kombiniert, sodass nicht nur die Produktionsprozesse, sondern auch der Designprozess schlank und effizient gestaltet werden konnte.
Durch die teilweise Wiederverwendung der Dekoration konnten wir die Kosten niedrig halten und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun.
Jan Weber, Projektleiter bei Stageventure für die Kieler Woche
Lagerung, Instandhaltung und logistische Vorteile
Ein nachhaltiges Bühnenkonzept endet jedoch nicht mit dem Abbau nach einer Veranstaltung. Die logistische Komponente spielt eine ebenso wichtige Rolle: Die bei der Kieler Woche verwendeten Bühnenelemente wurden in einem lokalen Lager untergebracht, um Transportwege zu minimieren. Elemente wurden von Anfang an so konzipiert, dass sie sicher verladen und problemlos eingelagert werden können. Diese durchdachte Strategie gewährleistet, dass alle Komponenten in einem optimalen Zustand verbleiben und bei der nächsten Veranstaltung – sei es erneut im Rahmen der Kieler Woche oder bei anderen Events in Kiel – wiederverwendet werden können. Die Minimierung von Transportwegen trägt dabei nicht nur zur Reduzierung von CO₂-Emissionen bei, sondern optimiert auch den gesamten Logistikprozess.
Nachhaltiger Bühnenbau als Marketinginstrument
Nachhaltige Projekte stärken das Image einer Stadt als moderner, umweltbewusster Standort. Gerade in Zeiten wachsender Klimadebatten und ökologischer Herausforderungen können Kommunen mit einem nachhaltigen Bühnenkonzept eine Vorreiterrolle einnehmen und sich als innovativer Veranstaltungsort positionieren. Nachhaltigere Konzepte beim Bühnen- und Dekobau werden nicht nur von der Politik und den Medien positiv wahrgenommen, sondern ziehen, richtig kommuniziert, auch ein umweltbewusstes Publikum an. So stärkt das Auftreten mit nachhaltigen Bühnenkonzepten die Marke der Veranstaltung und trägt zur positiven öffentlichen Wahrnehmung bei. Die Integration von Nachhaltigkeit kann zudem als Alleinstellungsmerkmal gegenüber Konkurrenzveranstaltungen dienen. Kombiniert mit ökonomischen Vorteilen kann das einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor für ein Event werden.
Herausforderungen und Lösungsansätze
Die Implementierung nachhaltiger Bühnenkonzepte erfordert anfänglich oftmals höhere Investitionen. Hochwertigere und wiederverwendbare Materialien kosten in der Anschaffung mehr als herkömmliche Wegwerfmodelle. Die Investition kann sich jedoch langfristig auszahlen: Die Einsparungen durch die Wiederverwendung und die geringeren Betriebskosten bei wiederkehrenden Veranstaltungen amortisieren die anfänglichen Mehrkosten in der Regel innerhalb weniger Einsätze. Ein weiterer Punkt ist die organisatorische Komplexität: Eine nachhaltige Planung setzt eine enge Abstimmung zwischen den verschiedenen Gewerken voraus. Bühnenbau-, Dekorations- und Technikdienstleister*innen müssen von Beginn an koordiniert zusammenarbeiten, um eine effiziente Nutzung der Materialien und die Minimierung von Abfällen zu gewährleisten. Die Herausforderung besteht darin, über die Jahre hinweg konsistente Qualitätsstandards zu sichern und gleichzeitig flexibel auf neue gestalterische Impulse zu reagieren.
Ein Schlüsselaspekt nachhaltiger Eventplanung ist demnach die Integration aller Gewerke der Stage Production, also die Gesamtkoordination und Leitung aller Aufgaben, die für die erfolgreiche Realisierung eines Events und einer Bühne notwendig sind. Dabei beinhaltet dieses umfassende Projektmanagement neben den rein technischen Aspekten auch die inhaltliche Konzeption der Bühne bzw. des Events – von der präzisen Planung des Aufbaus über die Licht- und Tontechnik bis zur Inszenierung von Special Effects. Statt hier einzelne Dienstleistungen extern zu vergeben, können Veranstalter*innen mit Dienstleister*innen zusammenarbeiten, die Bühnenbau, Dekoration und Technik aus einer Hand anbieten. Das reduziert den organisatorischen Aufwand und sorgt für eine reibungslose Umsetzung. Es senkt zudem die Kosten für Koordination und verbessert die Übersichtlichkeit bei der Planung.
Unsere Erfahrung zeigt, dass durch die Integration aller Gewerke nicht nur die organisatorischen Abläufe verbessert werden, sondern auch die Gesamtqualität gesteigert wird.
Simon Rodenkirchen, Geschäftsführer von Stageventure
Veranstalter*innen sparen dadurch Zeit, Ressourcen und finanzielle Mittel, die an anderer Stelle eingesetzt werden können. Weitere wichtige Faktoren für die ganzheitliche Stage Production sind die Erstellung des CAD-Bauplans sowie der technischen Zeichnung für das jeweilige Event. Sie dienen nicht nur als Blaupause für den physischen Aufbau, sondern auch als präziser Ablaufplan für sämtliche Aufgaben und Prozesse. Durch die Vorplanung jedes Details – von der Positionierung der Bühnen und der technischen Ausrüstung bis zur individuellen Abstimmung mit allen Teilnehmenden – können potenzielle Herausforderungen und Probleme bereits im Vorfeld identifiziert und sicher gelöst werden.
Fazit: Nachhaltigkeit als Chance und Wettbewerbsvorteil
Die Umsetzung des nachhaltigen Bühnenkonzepts bei der Kieler Woche und die Erfahrungen von Stageventure zeigen, dass Nachhaltigkeit im Bühnenbau weit mehr als ein Trend ist. Die strategische Wiederverwendung von Materialien, die durchdachte Logistik und die Integration aller beteiligten Gewerke ermöglichen es, umweltschonende und gleichzeitig kosteneffiziente Bühnenkonzepte zu realisieren. Obwohl der initiale Aufwand und die Investition vermeintlich höher sind, kann sich ein nachhaltiger Ansatz langfristig in Form von geringeren Folgekosten, einem positiven Image und einer gesteigerten organisatorischen Effizienz auszahlen. Nachhaltiger Bühnenbau sollte also als umfassendes Konzept verstanden werden, das ökologische, ökonomische sowie strategische Aspekte miteinander verknüpft. Kommunen und kulturelle Eventveranstalter*innen, die auf diese nachhaltigen Konzepte setzen, positionieren sich als Vorreiter*innen in einer zunehmend umweltbewussten Gesellschaft und verschaffen sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Erschienen bei kulturmanagement.net am 24. April 2025 in der Themenreihe „klimafreundlich“, mit meinem Namen in der Autorenzeile. Geschrieben für Stageventure. Beitrag bei kulturmanagement.net ansehen
Stageventure beim Electrisize Festival
Mit rund 50.000 Besuchern zählt das Electrisize Festival auf dem Gelände des Klosters Hohenbusch bei Düsseldorf zu den größten elektronischen Musikveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen.
So präsentierte das Event auch in diesem Jahr wieder mehrere aufwendig gestaltete Hauptbühnen: darunter die 50 Meter breite und 20 Meter hohe Mainstage, die in komplett neuem Design erstrahlte. Die Tapuya Stage zeigte sich mit verdreifachter Grundfläche, einem Multi-Level-Dancefloor und 30 m² LED-Screens. Und mit einem zum letzten Jahr weiterentwickelten Gestaltungskonzept wurde auch die Hardsize Stage in vergrößerter Form realisiert. Verantwortlich für die Umsetzung aller Bühnen war das Kölner Unternehmen Stageventure.
Eindrucksvolle Closing Show
Im diesjährigen Line-up des Festivals fanden sich zahlreiche bedeutende Acts der Szene aus dem In- und Ausland, darunter Blasterjaxx, Da Tweekaz, Cascada und David Puentez. Abgerundet wurde das Event mit einer eindrucksvollen Closing Show auf der Mainstage am Sonntagabend, die von zahlreicher Pyrotechnik bis zur speziell abgestimmten Lasershow anspruchsvoll inszeniert war. Auch die weiteren Festivalbereiche trugen die Handschrift von Stageventure: So ergänzten etwa die Bühne im Turbo Beach Club sowie mehrstöckige VIP-Decks an der Mainstage das Angebot und sorgten für ein vielfältiges Besuchererlebnis.
In der Rolle als technischer Produzent verantwortete Stageventure die Gesamtkoordination und Leitung aller technischen Gewerke vor Ort – vom CAD-Bauplan über Licht-, Ton- und Videotechnik bis zur Inszenierung von Special Effects. Dank präziser Vorplanung, eingespielter Teams sowie dem klaren Blick für Sicherheit und Qualität konnten alle Bühnen, Dekorationen und weitere Layher-Bauten rechtzeitig und planmäßig fertiggestellt werden.
Nach einem Jahr intensiver Planung und zwei Wochen Aufbau ist es besonders schön, wenn während des Festivals alles genau so zusammenpasst, wie geplant.
Jan Weber, Stageventure
Erschienen bei EventElevator am 12. August 2025. Foto: © Marko Besquare. Verfasst von mir für Stageventure. Beitrag bei EventElevator ansehen
