Amazon Ads Neue Ki-funktionen: Kampagnen einfacher starten
DVA+ soll Display-, Video- und Audio-Kampagnen in Amazon Ads einfacher planbar machen. Erfahre, was hinter dem Amazon Ads Agent steckt und welche Prüfungen vor dem Start wichtig bleiben.
Das Wichtigste in Kürze:
- Amazon Ads hat auf der unBoxed-Konferenz in San Francisco DVA+ und dialogbasierte KI-Funktionen vorgestellt.
- DVA+ soll die Erstellung von Display-, Video- und Audio-Kampagnen in vier Schritten unterstützen, zunächst in einer geschlossenen Beta in den USA.
- Prüfe Ziele, Zielgruppen, Creatives und Freigaben weiterhin selbst, bevor du automatisierte Vorschläge übernimmst.
Eine Kampagne in wenigen Minuten anlegen: Das klingt attraktiv. In der Praxis entscheidet aber nicht allein die Geschwindigkeit über die Qualität, sondern die Frage, ob Ziel, Botschaft und Ausspielung zusammenpassen. Genau hier setzt die neue Entwicklung von Amazon Ads an.
Amazon Ads Neue Ki-funktionen bezeichnet die von Amazon Ads vorgestellten DVA+- und dialogbasierten KI-Funktionen, die die Planung und Erstellung von Display-, Video- und Audio-Kampagnen innerhalb der Plattform unterstützen.
Amazon Ads hat die Neuerungen auf der unBoxed-Konferenz in San Francisco vorgestellt. Laut Connectingexperts sollen DVA+ und die dialogbasierten Funktionen in den kommenden Monaten ausgerollt und auch in Deutschland verfügbar werden. Dieser Beitrag ordnet ein, was angekündigt wurde, welche Aufgaben die KI übernimmt und worauf du beim Einsatz achten solltest.
Amazon Ads Neue Ki-funktionen im Überblick
Der Kern der Ankündigung ist eine stärker gebündelte Arbeitsweise für programmatische Werbung. DVA+ soll Programmatic Buying in die Amazon-Ads-Plattform integrieren. Gemeint ist der automatisierte Einkauf digitaler Werbeplätze. Dabei geht es nicht nur um einzelne Anzeigenformate, sondern um Display, Video und Audio innerhalb eines gemeinsamen Kampagnenprozesses.
Amazon Ads hat außerdem seine einheitliche Werbeplattform in „Amazon Ads Agent“ umbenannt. Die bisherige DSP trägt künftig den Namen DVA, abgeleitet von Display, Video und Audio. Das Console-Setup wird laut den vorliegenden Berichten in „The Amazon Ads Agent“ zusammengeführt.
“Amazon Ads has renamed its unified advertising platform Amazon Ads Agent and introduced DVA+, a new solution that brings programmatic buying into the platform.” – afaqs, Newsartikel
Für Werbetreibende ist die Richtung klar: Die Kampagnenplanung soll stärker über Ziele und Dialoge funktionieren. Statt jede Einstellung einzeln aufzurufen, beschreibst du zunächst, was du erreichen willst. Das System unterstützt anschließend bei der Auswahl passender Parameter.
Wichtig bleibt die Einordnung: Die Ankündigung beschreibt eine neue Produktfunktion, keine Garantie für bessere Kampagnenergebnisse. Automatisierte Vorschläge müssen zu deinem Geschäftsmodell, deiner Zielgruppe und deinem Budget passen.
So funktioniert die Kampagnenerstellung mit DVA+
DVA+ soll die Erstellung einer Display-, Video- und Audio-Kampagne in vier Schritten unterstützen. Diese Zahl nennt Amazon Ads selbst in der Produktbeschreibung; sie ist deshalb eine konkrete Orientierung für den vorgesehenen Ablauf, nicht automatisch eine Aussage über jede spätere Kontoeinstellung.
Vier Schritte statt verstreuter Einstellungen
Der geplante Ablauf beginnt mit dem Kampagnenziel. Danach folgen nach den vorliegenden Informationen unter anderem Targeting, Creatives und Delivery. Delivery beschreibt, wie und wo eine Anzeige ausgeliefert wird. Die KI soll diese Bereiche innerhalb des Prozesses unterstützen.
Das ist vor allem dann hilfreich, wenn mehrere Werbeformate zusammenspielen. Ein Unternehmen muss dann nicht nur ein einzelnes Banner planen, sondern auch Video- und Audio-Assets, Zielgruppen und Ausspielungslogik aufeinander abstimmen.
| Bereich | Vorgesehene Unterstützung durch DVA+ | Prüffrage für dein Team |
|---|---|---|
| Ziel | Kampagnenauftrag aus dem Briefing ableiten | Ist das Ziel messbar und geschäftlich relevant? |
| Targeting | Zielgruppen und passende Einstellungen vorschlagen | Erreicht die Auswahl tatsächlich die gewünschte Zielgruppe? |
| Creatives | Kreative Bestandteile in den Prozess einbeziehen | Passt die Botschaft zu Format und Funnel-Phase? |
| Delivery | Auslieferung und Verteilung berücksichtigen | Sind Reichweite, Umfeld und Markenanforderungen stimmig? |
Quelle der Produktbeschreibung: Connectingexperts, „In wenigen Minuten zur Kampagne“.
In der Praxis entsteht der größte Fehler oft vor dem Klick auf „Start“. Ein unpräzises Briefing führt auch bei einem guten System zu unpräzisen Vorschlägen. Definiere deshalb zuerst:
- welches Geschäftsziel die Kampagne unterstützt,
- welche Zielgruppe du erreichen willst,
- welche Handlung nach dem Kontakt folgen soll,
- welche Creatives bereits freigegeben sind,
- welche Ausschlüsse und Markenregeln gelten.
DVA+ kann Arbeitsschritte bündeln. Es ersetzt aber weder die Positionierung noch die redaktionelle Prüfung deiner Werbebotschaft.
Welche Aufgaben die KI übernimmt
Laut den vorliegenden Berichten soll DVA+ neben KI-Vorschlägen auch Zielgruppen, Inventar, Gebote, Formatverteilung und laufende Optimierung berücksichtigen. Inventar meint die verfügbaren Werbeplätze. Gebote bestimmen, wie viel du für eine Ausspielung zu zahlen bereit bist.
Je mehr Aufgaben ein System übernimmt, desto wichtiger wird die Nachvollziehbarkeit. Prüfe daher vor dem Launch, welche Einstellung automatisch gewählt wurde und welche Eingriffsmöglichkeiten du besitzt. Dokumentiere Abweichungen. So kannst du später besser beurteilen, ob eine Änderung aus dem Briefing, aus einer manuellen Entscheidung oder aus einer automatisierten Optimierung stammt.
Amazon Ads Agent: Was sich für Werbetreibende ändert
Amazon Ads Agent steht für eine dialogbasierte Arbeitsweise innerhalb der Werbeplattform. Statt ausschließlich über einzelne Masken zu arbeiten, sollst du Kampagnen stärker über natürliche Anweisungen und Ziele vorbereiten können. Das erleichtert den Einstieg, wenn du die Plattform nicht täglich bedienst.
Von DVA zu DVA+
Die Umbenennung der bisherigen DSP in DVA und die Einführung von DVA+ markieren eine neue Produktstruktur. Laut Connectingexperts soll DVA+ Programmatic Buying in die Amazon-Ads-Plattform bringen und die Erstellung von Display-, Video- und Audio-Kampagnen vereinfachen.
“At its unBoxed event in San Francisco on September 29, 2026, Amazon Ads announced a major overhaul, renaming its DSP to DVA (Display, Video, and Audio) and merging the console into ‚The Amazon Ads Agent.’” – Polaris7 Intelligence, Signals/Artikel
Die Bezeichnungen sind mehr als reine Produktnamen. Für dein Team zählt, welche Aufgaben künftig in welchem Bereich stattfinden. Lege deshalb frühzeitig fest, wer Briefings erstellt, Vorschläge prüft, Budgets freigibt und Ergebnisse bewertet.
Dialogbasierte Kampagnenplanung
Ein dialogbasierter Prozess kann ein Briefing in konkrete Einstellungen übersetzen. Dafür muss das Briefing vollständig sein. „Erreiche mehr Menschen“ reicht nicht. Besser sind klare Angaben zu Produkt, Zielgruppe, Region, Werbeziel, Laufzeit, Creative-Varianten und gewünschter Handlung.
Die Plattform kann Vorschläge liefern. Deine Verantwortung bleibt, die Geschäftslogik dahinter zu prüfen. Dazu gehört auch die Frage, ob eine Zielgruppe zu breit oder ein Creative für das gewählte Format ungeeignet ist.
Vereinfachung ist nicht gleich Automatisierung ohne Prüfung
Ein einfacherer Ablauf spart vor allem dann Zeit, wenn die Vorarbeit stimmt. Fehlen Markenregeln, Ausschlüsse oder Freigabeschritte, verlagert sich das Problem lediglich in die Kontrolle nach dem Kampagnenstart.
Die passende Arbeitsweise lautet daher: automatisieren, prüfen, dokumentieren und erst danach skalieren. Für strategische Fragen zu Marketing und Kampagnen zählt weiterhin die Verbindung aus Zielgruppenverständnis, Botschaft und sauberem Prozess.
Verfügbarkeit und Transparenz bei KI-generierten Inhalten
DVA+ ist laut Amazon Ads aktuell in einem geschlossenen Beta-Programm in den USA verfügbar. Die vorliegenden Berichte nennen außerdem einen geplanten Rollout in den kommenden Monaten, der auch Deutschland einschließen soll. Ein konkreter deutscher Starttermin ist in den bereitgestellten Informationen nicht genannt.
Beta-Status und geplanter Rollout
Plane deshalb nicht mit einer sofortigen Verfügbarkeit. Beobachte die offiziellen Produktinformationen und kläre mit deinen Ansprechpartnern, ob dein Konto Zugang erhält. Bis dahin lohnt sich die Vorbereitung des Prozesses: Briefing-Vorlagen, Creative-Freigaben, Zielgruppenlogik und Messkonzept sollten unabhängig vom Tool funktionieren.
Anforderungen an Creatives und Freigaben
KI-Funktionen verändern nicht automatisch die Verantwortung für Inhalte. Wenn ein System bei der Erstellung oder Auswahl von Werbemitteln hilft, brauchst du weiterhin klare Freigaben. Das betrifft Aussagen über Produkte, Bildrechte, Markenrichtlinien und die Kennzeichnung beziehungsweise Dokumentation KI-generierter Inhalte.
Die Bundesnetzagentur stellt einen Praxisleitfaden für die Transparenz von KI-generierten Inhalten bereit. Laut Bundesnetzagentur ([o. J.]) wurde dieser Leitfaden von unabhängigen Expertinnen und Experten in einem vom KI-Büro moderierten Multi-Stakeholder-Verfahren erstellt. Ergänzend bietet Bitkom einen Umsetzungsleitfaden zur KI-Verordnung an.
Praktische Checkliste für dein Team
Vor dem Einsatz von Amazon Ads Neue Ki-funktionen solltest du mindestens diese Punkte klären:
- Welche Inhalte entstehen mit KI-Unterstützung?
- Wer prüft Aussagen, Bildmaterial und Markenpassung?
- Welche Nachweise dokumentierst du für die Freigabe?
- Welche Einstellungen darf das System automatisch verändern?
- Wann greift ein Mensch ein und stoppt oder korrigiert die Kampagne?
Diese Checkliste ersetzt keine rechtliche Prüfung. Sie schafft aber eine belastbare Grundlage für Abstimmung zwischen Marketing, Kreation und Datenschutz.
Amazon Ads Neue Ki-funktionen sinnvoll vorbereiten
Die beste Vorbereitung beginnt nicht in der Plattform, sondern im Kampagnenbriefing. Schreibe das Ziel so, dass ein Mensch und ein System dasselbe Verständnis entwickeln. Vermeide allgemeine Wünsche und beschreibe stattdessen Zielgruppe, Angebot, Botschaft und gewünschte Reaktion.
Ziele und Daten prüfen
Ordne jede Kampagne einer konkreten Geschäftsfrage zu. Willst du Nachfrage erzeugen, ein neues Angebot bekannt machen oder bestehende Interessenten erneut ansprechen? Die Antwort beeinflusst Targeting, Creative und Auswertung.
Prüfe außerdem, ob deine Datenquellen und Messpunkte sauber funktionieren. Eine automatische Optimierung kann nur mit den Signalen arbeiten, die im System ankommen. Falsch zugeordnete Ereignisse führen zu falschen Bewertungen.
Creative-Prozess ordnen
Lege Varianten vor dem Launch fest. Eine Display-Anzeige braucht eine andere Dramaturgie als ein Video. Audio wiederum funktioniert über Sprache, Rhythmus und Wiederholung. Ein gemeinsamer Kampagnenprozess bedeutet deshalb nicht, dass jedes Creative gleich behandelt werden sollte.
Für eine konsistente Markenansprache hilft eine dokumentierte Brand Voice. Darin hältst du fest, welche Begriffe, Versprechen und Tonlagen zu deiner Marke passen.
Launch und Optimierung dokumentieren
Halte vor dem Start fest, welche Einstellungen du bewusst übernommen hast. Prüfe danach nicht nur Reichweite, sondern auch die Qualität der Zielgruppenansprache und die Passung der Werbemittel. Automatisierte Optimierung ist dann nützlich, wenn du ihre Wirkung anhand vorher definierter Kriterien bewerten kannst.
Fazit
Amazon Ads Neue Ki-funktionen markieren eine Entwicklung hin zu dialogbasierter Kampagnenplanung. DVA+ soll Programmatic Buying in die Plattform integrieren und die Erstellung von Display-, Video- und Audio-Kampagnen über einen Prozess mit vier Schritten unterstützen. Aktuell befindet sich das Angebot laut den bereitgestellten Informationen in einer geschlossenen Beta in den USA; ein Rollout nach Deutschland ist angekündigt, aber ohne konkreten Starttermin.
Nutze die Zeit für eine saubere Vorbereitung. Definiere Ziele, Zielgruppen, Creative-Regeln und Freigaben. Wenn DVA+ verfügbar wird, startest du nicht mit einem leeren Dialogfeld, sondern mit einem belastbaren Briefing. Genau das entscheidet, ob aus schneller Kampagnenerstellung auch relevante Werbung wird.
Häufig gestellte Fragen
Was ist DVA+?
DVA+ ist ein von Amazon Ads angekündigtes Angebot für die Erstellung von Display-, Video- und Audio-Kampagnen. Laut Connectingexperts soll DVA+ Programmatic Buying in die Amazon-Ads-Plattform integrieren und unter anderem Targeting, Creatives und Delivery innerhalb des Kampagnenprozesses unterstützen.
Ist DVA+ bereits in Deutschland verfügbar?
Nein, ein deutscher Start ist in den vorliegenden Informationen nicht bestätigt. Laut Connectingexperts ist DVA+ zunächst in einem geschlossenen Beta-Programm in den USA verfügbar. Die dialogbasierten Funktionen und DVA+ sollen in den kommenden Monaten ausgerollt und auch in Deutschland verfügbar werden. Ein konkretes Datum nennt die Quelle nicht.
Welche Aufgaben übernimmt DVA+ bei einer Kampagne?
DVA+ soll laut den vorliegenden Berichten unter anderem Zielgruppen, Inventar, Gebote, Formatverteilung und laufende Optimierung unterstützen. Amazon Ads beschreibt außerdem einen Ablauf mit vier Schritten für Display-, Video- und Audio-Kampagnen. Prüfe automatisierte Vorschläge trotzdem vor dem Start und dokumentiere wichtige Freigaben.


